Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Fotos vom Juni 2019

Der Juni ist eigentlich wegen der Dauerdämmerung nicht besonders für astronomische Beobachtungen geeignet. Allerdings waren seine letzten beiden Nächte (28./29. und 29./30.6.2019) sehr klar und zudem am Wochenende, so dass es nicht allzuviel ausmachte, sich die Nacht bis ca. 3 Uhr um die Ohren zu schlagen. Die nutzbare Zeit waren lediglich die ca. 2,5 Stunden von 0 Uhr bis 2:30 Uhr. In der ersten Nacht stand ich auf dem Anbaudach und arbeitete mit der Canon EOS 40Da und dem Pentax 70-200mm auf der StarAdventurer Montierung. Hier versuchte ich, die Objekte ganz tief im Süden aufzunehmen, was mir mit M6 im folgenden Foto auch gelang. M6 befindet sich im Süden in Höchststellung. Ganz knapp über den Bäumen im Süden ist auch noch der hellste Teil des Rosennebels NGC 6357 zu sehen, der nur knapp den Horizont streift. Er befindet sich rechts des obersten Sterns der auffälligen vier Sterne in einer Linie. Die Brennweite war hier 135mm, belichtet wurde 20 x 60 Sekunden bei 400 ISO.

Auch auf dem nächsten Bild ist M6 wieder mit drauf, aber hier ging es mir um M7, der nicht mehr vollständig hinter den Bäumen hervorkommt. Er wurde ebenfalls in Höchststellung im Süden aufgenommen. Belichtet wurde 16 x 60 Sekunden bei 400 ISO und 135mm.

Eine längere Aufnahmeserie bei 200mm Brennweite machte ich dann vom Lagunennebel und vom Trifidnebel. Diese stehen auch nur max. 13° überm Horizont, aber da die Luft sehr klar war, konnte man hier ein ganz gutes Bild herausholen. Belichtet wurde 70 x 60 Sekunden bei 800 ISO. Nach diesem Foto wurde es hell und die Nacht war schon wieder vorbei.

Die zweite Nacht war sogar noch besser. Hier nutzte ich den TS Newton 150/750 auf der iOptron CEM25 Montierung. Nebenher beobachtete ich viele Objekte im Feldstecher, die Nebel und Sternhaufen vom Schützen bis zum Schwan. Beim Lagunen- und Trifidnebel waren selbst im Feldstecher Details zu erkennen. Für eine ganz kurze Zeitspann um 1:20 Uhr herum war die Milchstraße sehr detailliert bis zum Horizont sichtbar, aber nur ca. 15 Minuten. Davor und danach war es zu hell, so dass die schwächeren Bereiche verblassten. Als erstes Foto nahm ich den Omeganebel M17 auf. Eigentlich machte ich 80 Aufnahmen mit 60 Sekunden Belichtungszeit. Aber irgend etwas mit dem Guiding hat nicht hingehauen, so dass die Hälfte Schrott war. Darum ist das Foto nur 40 x 60 Sekunden bei 400 ISO belichet.

Für den kurzen Rest der Nacht nahm ich noch den Hantelnebel M27 ins Visier. Belichtet wurde 25 x 90 Sekunden bei 900 ISO ohne Guiding.