Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Fotos vom August 2019

Im August hat man schon wieder deutlich mehr Nacht, allerdings war in der ersten Monatshälfte wetterbedingt nicht allzuviel davon zu sehen. Auch das Perseidenmaximum war größtenteils hinter Wolken verborgen. Wobei hier auch der fast volle Mond beträchtlich gestört hätte. Am 1.8. gab es am Abend noch einen ganz annehmbaren Himmel in größerer Höhe über dem Horizont. Hier nahm ich dann also einmal ein höher stehendes Objekt auf, die "Knochenhand" NGC 6995 als Teil des Cirrusnebels im Schwan. Den ganzen August über verwendete ich den Pentax 75/500 SDHF zum Fotografieren. Als Kamera kam hier noch die Canon EOS 40Da zum Einsatz, die zunehmend Ausfallerscheinungen hatte (Systemfehler etc.). Beides war zusammen mit dem Leitrohr auf der iOptron CEM25 befestigt. Es kamen so 23 Aufnahmen mit 60 Sekunden Belichtungszeit bei 1600 ISO zusammen.

Auch am 8.8. gab es zumindest bis weit nach Mitternacht einen ganz guten Himmel. Hier richtete ich dieselbe Ausrüstung wie im ersten Bild auf den Nordamerikanebel aus. Es kamen immerhin 40 Aufnahmen mit je 120 Sekunden Belichtungszeit bei 1600 ISO zusammen. Es wa übrigens auch die einzige Nacht, in der ich ein paar Perseiden sehen konnte.

Die nächste Beobachtungsnacht war dann erst der 19.8. von da an gab es dann aber in den meisten weiteren Nächten des August guten bis sehr guten Himmel und z.T. sogra T-Shirt-Temperaturen. An diesem Abend wurde das letzte Bild mit der Canon EOS 40Da aufgenommen. Danach quittierte sie mit einem nicht mehr reparierbaren Systemfehler ihren Dienst. Sie hatte mir immerhin 12 Jahre lang, davon 7 mit Astromodifikation, treue Dienste geleistet. Eigentlich schade. Das Letzte Bild war noch einmal der Adlernebel, Ausrüstung wie oben. Belichtet wurde 51 x 60 Sekunden bei 1600 ISO.

Am 20.8. gab es im heimischen Garten einen doppelten Sonnentransit der ISS zu bewundern. Der ersten Transit gegen 10:33 Uhr war noch bei gutem Wetter zu sehen, beim zweiten gegen 13:46 Uhr (zwei Umläufe spaäter) war es sehr dunstig, so dass keine guten Bilder mehr möglich waren. Die Übersichtsaufnahme unbd das rechte obere Bild sind vom ersten Transit, das rechte untere vom zweiten. Zum Einsatz kam der Pentax 75/500 SDHF, ein Herschelprisma, das Baader Hyperion 13mm Okular und daran die Canon EOS 77D. Die Belichtungszeiten variierten aufgrund der äußeren Bedingungen.

Da die EOS 40Da schon am schwächeln war, hatte ich mir eine neue Astrokamera bestellt, eine ZWO ASI1600MMC, bei welcher der Chip auch zu kühlen sein sollte. Diese wurde am 22.8. geliefert. Da der Abend klar war, erfolgte gleich der erste Test, noch ohne Kühlung, da ich erst einmal mit der Bedienung über PC-Programme klarkommen wollte. Der Vorteil der Kamera liegt in ihrer hohen Empfindlichkeit, was relativ kurze Belichtungszeiten ermöglicht. Als Testobjekt diente der Trifidnebel M20, auf dem Foto ist auch der offene Sternhaufen M21 mit drauf. Als Teleskop wurde wieder der Pentax 75/500 SDHF benutzt. Es wurden 278 Aufnahmen a 15 Sekunden bei Gain 139 belichtet.

Als zweites Objekt in dieser Nacht war der Kugelsternhaufen M55 dran. Dieser ist wegen seiner südlichen Lage nur ca. 1/4 Stunde zwischen den horizontnahen Bäumen zu sehen. Belichtet wurden mit denselben Parametern wie die vorige Aufnahme 24 x 15 Sekunden.

Auch am 23.8. war sehr schönes Wetter, leider war das auch das einzig Gute an diesem Tag. Zuerst wollte ich den Tulpennebel mit der ASI1600 aufnehmen, diesmal mit Kühlung. Als ich die Kühlung einschaltete kam aber nur ein Rauchwölkchen aus der Kamera, es roch etwas penetrant und das wars dann. Bilder kamen zwar noch an, aber ich nahm die Kamera außer Betrieb um sie zurückzuschicken. Ist zwar ärgerlich, aber dann nehme ich halt die EOS 40Da, dachte ich. Nur leider war auch das nichts. "Systemfehler, wenden Sie sich an den Kundendienst" stand da nur noch. Bei einer 12 Jahre alten modifizierten Kamera? Eher nicht. Ziemlich frustriert, nahm ich dann die unmodofizierte EOS 77D um den Abend wenigstens noch etwas zu nutzen. Es wurde noch ein Bild von M39 (45x30 Sekunden, 1600 ISO) und von der Andromedagalaxie M31 mit Begleitern M32 und M110 (72x30 Sekunden, 3200 ISO).

Da ich mich nun meiner Astronomiekameras entledigt sah, kramte ich die noch vorhandene, aber seit 2012 nicht mehr genutzte modifizierte Canon EOS 400Da hervor. Erstaunlicherweise funktionierte sie noch und sogar einer der beiden Akkus war noch ok. Mit dieser Kamera machte ich in den Folgetagen einige Aufnahmen. Etwas beschwerlich, da die Kamera keine Lifebild hat und das Fokussieren somit etwas länger dauerte. Immerhin konnte ich am Folgeabend (24.9.) den Tulpennebel nachholen. Belichtet wurde mit dem Pentax 75/500 SDHF 50 x 90 Sekunden bei 800 bzw. 1600 ISO.

Am 26.8. gelang mit derselben Ausrüstung und denselben Belichtungswerten wie beim Bild vorher noch ein Foto des westlichen Schleiernebels NGC 6960.

Am 29.8. wurde mit der bekannten Ausrüstung ein Bild des Pelikannebels (IC 5070) aufgenommen. Belichtet wurde hier 45 x 100 Sekunden bei 1600ISO.

Auch am 30.8. war wieder gutes Wetter, so dass noch ein Bild des Kokonnebels (IC 5146) hinzugefügt werden kann. Dieser wurde 60 x 90 Sekunden bei 1600 ISO belichtet.

Der letzte Abend des Monats begann auch noch mit einem sehr klaren Himmel und angenehmen Temperaturen (um 25°C). Allerdings kamen dann kurz nach Mitternacht noch Wolken auf. Bis dahin belichtete ich mit der Canon EOS 77D das ungleiche Paar NGC 6939 (ein offener Sternhaufen) und NGC 6946 (die Feuerwerksgalaxie - eine Spiralgalaxie). Belichtet wurde hier 75 x 60 Sekunden bei 3200 ISO.