Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Fotos vom September 2019

Im September hat man zwar schon wieder schön lange Nächte, sogar das Wetter spielte zumindest teilweise mit. Es gab ganz am Anfang eine Nacht mit gutem Wetter und dann vom 18.-22. ein paar Nächte mit sehr klarem Himmel. Da ging dann aber der Mond schon gegen Mitternacht auf. Sonst gab es höchstens stundenweise mal klaren Himmel. Die erste klare Nacht des Monats nutzte ich noch um eine Aufnahme vom Adlernebel zu machen. Das Bild wurde noch mit der Canon EOS 400Da aufgenommen und 63x68 Sekunden bei 1600 ISO belichtet.

Am 6.9. war es dann soweit: Als Ersatz für die defekte ASI 1600 kam die neue Kamera an, diesmal eine ASI294MCPro. Ich bin aufs nächstbessere Modell geschwenkt, weil die ASI 1600 nicht mehr lieferbar war. Und die neue Kamera funktioniert hervorragend. In den ersten ersten Tagen nutzte ich Wolkenlücken für den Test der Kamera und machte mich einigermaßen mit der Bedienung vertraut. Ist ja schon ein deutlicher Schritt von der DSLR zur gekühlten Astrokamera. Nach verschiedenen Tests benutzte ich als Aufnahmesoftware das vertraute Astrophotography Tool (APT). Das erste vorzeigbare Ergebnis ist ein Hantelnebel (M27). Als Aufnahmeinstrument diente der Pentax 75/500 SDHF, wie für alle folgenden Aufnahmen auch. Belichtet wurde 90 x 20 Sekunden bei Gain 200 und bei -5°C Chiptemperatur.

Am frühen Morgen des 14.9. probierte ich mich bei fas vollem Mond (allerdings war dieser im Westen) am schönen Winterhimmel Objekt Flammen- und Pferdekopfnebel (NGC2024, NGC2023, IC 434, B33). Die Aufnahmen erfolgten bis 5:39 Uhr, also bis in die Dämmerung hinein. Belichtet wurde 90 x 40 Sekunden bei Gain 200 und -5°C Chiptemperatur. Es wurden Flats und Darks verarbeitet.

Ab dem 18.9. gab es 5 sehr klare Nächte in Folge. Sie waren wirklich sehr klar, die Milchstraße war im Süden bis zum Horizont zu sehen. Der Mond ging am ersten Abend gegen 22:30 Uhr auf und wurde von meinem Standort gegen 23:30 Uhr störend. Die Aufgangszeiten verschoben sich in den nächsten Tagen nach hinten, am 23.9. ging er erst gegen 0:30 Uhr auf. Da der Mond ja im O/NO aufging, beobachtete ich anfangs mehr Richtung S/SW, also die Sommerobjekte im Schützen. Demzufolge machte ich zuerst auch eine Aufnahme von zwei Objekten, die hier eigentlich nicht mehr typisch für Mitte/Ende September sind, den Lagunen- und den Trifidnebel (M8, M20). Beide passen beim Pentax gerade so ins Gesichtsfeld. Das Bild wurde 40x30 Sekunden bei Gain 200 und -5°C Chiptemperatur belichtet.

Da es so klar war, versuchte ich, trotz des niedrigen Standes überm dem Horizont, den Emissionsnebel IC1284 mit den beiden Reflexionsnebeln NGC 6589 und 6590. Die Belichtungsdaten entsprechen dem Bild vorher.

Am 19.9. war als erstes Objekt der Omeganebel M17 dran. Er wurde 40x60 Sekunden bei Gain 200 und -5°C Chiptemperatur belichtet.

Als zweites Objekt nahm ich mir noch einmal den Nebel NGC 6820 um den Sternhaufen NGC 6823 vor. Dieser wurde 60x60 Sekunden belichtet, dann wurde der Mond zu hell.

Am 20.9. nahm ich mir für die Fotos den Südhorizont östlich des Meridians vor. Dort nahm ich einige Kugelsternhaufen auf. Als Beispiel hier ein Bild des großen Sternhaufens M22 im Schützen. Belichtet wurde 30x20 Sekunden bei Gain 200 und -5°C Chiptemperatur. Das Bild ist eine 100% Ausschnittsvergrößerung.

Am späteren Abend versuchte ich mich dann an der Zwerggalaxie 'Barnards Galaxie' (NGC6822) im Schützen. Diese wurde 32x90 Sekunden bei Gain 300 und -5°C Chiptemperatur belichtet. Es ist außerdem rechts der planetarische Nebel NGC 6818 zu erkennen.

Als letztes Bild des Abends versuchte ich mich am Helixnebel NGC 7293. Bis zum Mondaufgang gelangen noch 27 Aufnahmen a 60 Sekunden Belichtungszeit bei Gain 300 und -5°C Chiptemperatur.

Um einen Vergleich zu haben, nahm ich am 20. und 21.9. noch einmal den Adlernebel auf. Es kamen 62 Aufnahmen mit 90 Sekunden Belichtungszeit bei Gain 300 und -5°C Chiptemperatur zusammen. Hier ist das Ergebnis. Der offene Sternhaufen NGC 6604 ist auch zu sehen.

Das nächste Objekt am 21.9. war etwas schwieriger. Es handelt sich um den Höhlennebel (SH2-155). Er wurde 45x90 Sekunden bei Gain 300 und -5° Chiptemperatur belichetet.

Da die Nacht noch richtig schön war, ging ich auch noch ein weiteres Objekt an. Es handelt sich um den Blasennebel (NGC7635). Außerdem sind links der Sternhaufen M52 zu sehen und links der Nebel NGC 7538. Er wurde 36x90 Sekunden bei Gain 300 und -5° Chiptemperatur belichetet. Die letzten Bilder entstanden schon bei deutlichem Mondlicht.

Am Abend des 22.9. zogen im Westen langsam Wolken auf. Anfangs war es im Süden noch klar, so dass ich noch eine Aufnahme des schwachen Nebels IC 4701 machen konnte. Dieser liegt unterhalb des bekannten Omeganebels. Am unteren Bildrand ist noch ein kleiner Teil des Omeganebels erkennbar. Es reichte noch für 25x90 Sekunden bei Gain 300 und -5° Chiptemperatur.

Später war es nur noch im Osten klar, so dass ich den Zaubererbenel (SH2-142) versuchte. Dieser enthält den Offenen Sternhaufen NGC 7380. Hier wurden noch 70x90 Sekunden bei Gain 300 und -5° Chiptemperatur. Dann zog es auch hier zu. Das war dann auch das letzte Bild im September.