Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Fotos vom Oktober 2019

In diesem Oktober herrschte größtenteils absolutes Mistwetter mit gigantischen Regenmengen. Ich dachte schon er würde komplett ins Wasser fallen, aber dann tat sich am 18.10. eine mehrstündige Wolkenlücke auf. Die nutzte ich und baute die Star Adventurer mit dem Pentax 75/500 SDHF und der ASI294MCPro auf. Mit diesen Geräten konnte ich, bevor der Mond zu störend wurde, zwei Objekte fotografieren. Als erstes das Standardobjekt M31, die Andromedagalaxie. Das Bild wurde 44 x 30 Sekunden bei Gain 300 und -5°C Chiptemperatur belichtet. Es sind auch die zwei Begleitgalaxien M32 und M110 zu sehen.

Als zweites Objekt musste die Galaxie NGC 891 herhalten, die genau von der Kante her betrachtet wird. Das Bild wurde 33 x 30 Sekunden bei Gain 300 und -5°C Chiptemperatur belichtet. Ein paar andere Galaxien sind auch noch zu sehen: NGC 906,909,910,911,914,923 und 898

Ganz am Ende des Monats gab es noch ein paar klare Nächte. Am 27.7. probierte ich die ASI294 am Canon EF70-200 mm Objektiv aus (auf der StarAdventurer-Montierung). Mit 70mm Brennweite fotografierte ich die Region um h und chi Persei und dem Herznebel (IC1805) und dem Seelennebel (IC1848). Das Bild ist von Sternen übersäht, wahrscheinlich ist es hier besser mit Filter zu arbeiten. Belichtet wurde 34 x 90 Sekunden bei Gain 300 und -5°C Chiptemperatur.

Als 2. Bild des Abends musste M45 herhalten. Dieser wurde bei 200mm Brennweite 45 x 90 Sekunden bei Gain 300 belichtet (-5°C).

Am 29.10. sollte es eigentlich klar sein. War es auch Anfangs, so dass ich die iOptron Montierung mit dem Pentax 75/500 SDHF aufbaute. Diese Kombination verwendete ich dann auch an den Folgetagen. Ich fing auch an M33 zu belichten. Aber dann flogen immer wieder Wolkenfelder durch. Von den 60 Aufnahmen waren nur 20 verwertbar, so dass ich beschloss, die Serie am nächsten Tag fortzusetzen. Ab 21 Uhr war es dann aber tatsächlich klar (und sehr kalt). Da es jetzt auch im Süden gut war, versuchte ich die Silberdollargalaxie, nur 7° überm Horizont. Es reichte für 50 x 90 Sekunden bei Gain 300 und -10°C Chiptemperatur. Dann verschwand sie wieder hinter den horizontnahen Bäumen.

Am 30.10. war es wieder sehr klar, so dass ich die begonnene Aufnahmeserie von M33 fortsetzen konnte. Es wurden noche inemal 15 Aufnahmen, das Bild ist also aus 35 Aufnahmen mit 120 Sekunden Belichtungszeit zusammenaddiert. Der Gain-Wert lag bei 300 und die Chiptemperatur bei -10°C (man musste nicht so lange kühlen, da die Umgebungstemperatur auch um die 0 Grad war).

Das 2. Bild des Abends war dann der eher selten fotografierte planetarische Nebel M76 (Kleiner Hantelnebel). Dieser wurde 40 x 90 Sekunden bei Gain 300 und -10°C Chiptemperatur belichtet. Es handelt sich hier um einen 100% Auszug aus einem größeren Foto.

Der 31.10. ist hier Feiertag, es bestand also keine Notwendigkeit früh aufzuhören, da am nächsten Tag Ausschlafen angesagt war. Nun waren mit der größeren Aurüstung auch die Plejaden dran. Diese nahm ich 60 x 90 Sekunden bei Gain 300 und -15°C Chiptemperatur auf (Außentemperatur um -2°C).

Das letzte Objekt der Nacht (eigentlich schon tief am 31.10. morgens) war dann mein Lieblingsobjekt, der Flammen- und Pferdekopfnebel (NGC2024,IC434,B33) im Orion. Es sind außerdem noch die Reflexionsnebel NGC2023, IC431, IC432 und IC435 zu sehen. Belichtet wurde 50 x 120 Sekunden bei Gain 300 und -15°C Chiptemperatur.

Auch am Monatsletzten gab es wieder einen klaren Himmel. In der Dämmerung war eine schöne Mond-Jupiter Konjunktion zu sehen. Die engste Begegnung der beiden war wohl schon am Taghimmel, aber das hatte ich verpasst. Aber auch abends sah das noch gut aus, hier mal zwei Bilder davon. Aufgenommen mit der Canon EOS 77D und dem Canon EF 70-200mm. Das erste wurde mit 130mm Brennweite aufgenommen, das zweite mit 200mm.

Auch der Abendhimmel war wieder gut, es konnte also noch einmal fotografiert werden. Diesmal stand als erstes die Galaxiegruppe um die große Galaxie NGC7331 auf dem Programm. Um diese herum sind die kleinen Galaxien NGC 7335,-36,-37 und 7340 zu sehen. Auf der anderen Seite NGC 7325 und NGC 7326 und etwas abseits NGC 7315. Unten links ist noch das Stephans-Quintett zu erkennen. Das besteht aus den Galaxien NGC 7317, 7318, 7319 und 7320. Belichtet wurde 32 x90 Sekunden bei Gain 300 und -15°C Chiptemperatur.

Als nächstes kam dann der Pac-Man-Nebel (NGC281), ein Gasnebel in der Kassiopeia, an die Reihe. Dieser wurde 40 x 90 Sekunden bei Gain 300 und -15°C Chiptemperatur belichtet.

Zuletzt versuchte ich mich noch am Californianebel im Perseus (NGC 1499). Dieser wurde ebenfalls 40 x 90 Sekunden bei Gain 300 und -15°C Chiptemperatur belichtet. Das war dann auch das letzte Bild der Nacht und im Oktober.