Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Der Messiermarathon im März 2020

aufgenommen in Celle

Nach dem Erfolg des Messiermarathons von 2018 wollte ich das Ganze noch mal mit dem richtigen Teleskop auf richtiger Montierung wiederholen. Und pro Objekt mindestens 10 Aufnahmen zum Aufaddieren fotografieren, damit sich die Qualtität etwas verbessert. Und zufällig spielte das Wetter mal mit. Um die Neumondphase im März 2020 (Neumond 24. März 2020) gabe es mehrere klare Nächte in Folge die genutzt werden konnten.

Denn musste ich die Beobachtung auf drei Nächte verteilen, schon weil ich von drei verschiedenen Punkten aus beobachtete und die verwendete Montierung iOptron CEM 25 nicht mitten in der eiskalten Nacht umsetzen wollte (an den dritten Beobachtungspunkt muss man sie per Leiter schleppen). Und eiskalt war es, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (bis -6°C) und außerdem eine steife Brise waren nicht unbedingt angenehm. Auch ein Grund zur Aufteilung auf drei Nächte. Als Teleskop kam der Pentax 75/500 SDHF zum Einsatz, als Kamera die ASI 294McPro.

Den ersten Abend (21.3.2020) baute ich das Teleskop auf dem Balkon Richtung S - WSW auf, um die Objekte des Herbst-/Winterhimmels aufzunehmen. Das begann ab der hellen Dämmerung 19:45 Uhr mit den Plejaden (kein besonders tolles Foto, da nur die hellsten Sterne sichtbar) und endete gegen 22:30 Uhr mit M93. In der zweiten Nacht (22./23.3.2020) nahm ich von der N - O Terrasse die Objekte des Frühlings-/Frühsommerhimmels (Löwe bis Schlangeträger) auf, fast die ganze Nacht von 20:30 Uhr bis ca. 2:45 Uhr. Von der dritten Nacht (23./24.3.2020) nutzte ich für den Messiermarathon nur die Morgenstunden ab 1 Uhr. Dazu schleppte ich das Instrument am Abend vorher per Leiter aufs Anbaudach, wo es freie Sicht von N - S und gute Horizontsicht gibt. Das war dann auch der anstrengenste Teil: Da man sich zwischendurch aufwärme musste, ging es sehr häfig die Leiter rauf und runter. Hier beobachtete ich die tiefstehenden Objekte des Sommerhimmels sowie einige zirkumpolare Sachen, die am ersten Abend nicht sichtbar waren (M76, M31 etc.). Insgesamt schaffte ich diesmal 104 vom 110 Objekten, viel besser geht es hier nicht. Folgende Objekte konnte nicht gesehen werden:

  • M68, M69 am Morgen noch nicht aufgegangen
  • M55 am Morgen noch nicht aufgegangen
  • M30 am Morgen noch nicht aufgegangen
  • M72, M73 zwar schon aufgegangen, aber hinter den horizontnahen Bäumen

Die letzten Objekte (M6, M2, M75, M54 und M7) nahm ich bei fortgeschrittenem Dämmerungshimmel und z.T. durch Geäst auf, deswegen haben die auch keine gute Qualität. Aber immerhin ist M7 vollständig (-34° Deklination).