Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Die hybride Sonnenfinsternis vom 3.11.2013

aufgenommen im Hotel RIU Karamboa auf Boavista/Kapverden

Das kommt einem schon wie ein Deja vu vor: denn normalerweise sieht es auf den Kapverden so aus:

...aber wenn einmal eine hochprozentig partielle Sonnenfinsternis ist, sieht es so aus:

Aber jetzt mal von Anfang an: Am 3.11.2013 fand eine hybride Sonnenfinsternis statt, die irgendwo im Atlantik bei den Bermudas ringförmig begann, dann aber schnell total wurde. Leider zog die Zentrallinie knapp 500km südlich der Kapverdischen Inseln vorbei über den Golf von Guinea und über die tropischen Gebiete Afrikas bis Äthiopien. Auf Boavista, eine der nördlicheren Kapverden, war aber immerhin noch eine starke partielle Finsternis zu sehen mit ca. 80% Bedeckung. Die Insel ist relativ gut zu erreichen, auch wenn der Tourismus dort erst vor 6 Jahren richtig begonnen hat. Aber immerhin konnte ma so das Angenehme (noch mal richtiges Sommer-Feeling) mit dem Nützlichen (Sonnenfinsternis ansehen) verbinden, so dass ich mich für eine Woche Urlaub entschied.

Die ganze Woche war zwar recht angenehmes Wetter, es war zwar dunstig mit Schleierwolken, aber die Sonne war zumeist da. Nicht so am Tag der Finsternis, da war es weitestgehend bedeckt, mit nur ganz kleinen Lücken, die aber nicht in Richtung der Sonne waren. In Boavista begann die Finsternis gegen 9:32 Uhr Ortszeit, das Maximum war gegen 11:00 Uhr und das Ende gegen 12:39 Uhr.

Da es relativ bedeckt war, nahm ich mir erst mal das Motto der Insel ('No Stress') zu Herzen und ging zum Frühstück. Kurz vor Beginn der Finsternis war dann die Sonne aber tatsächlich durch die Wolken zu sehen. Also hastete ich auf mein Zimmer (doch Stress) und bereitete schnell meine Ausrüstung vor. Zur Verfügung stand mein Coronado PST mit einem 13mm Baader Hyperion Okular an welches eine Samsung NX 1000 Systemkamera angebracht war. Diese Ausrüstung war aber vorerst nicht zu gebrauchen, da man mit dem Coronado durch dichtere Bewölkung nichts sieht. Des weiteren hatte ich noch die Canon EOS 40D mit einem 8/500 Walimex Teleobjektiv mit, das ggf. mit einem Telekonverter betrieben werden konnte (also als 16/1000). Dafür gab es auch eine Sonnenfilter (aus Sonnenfilterfolie). Diesen brauchte man aber vorerst auch nicht, da die Sonne nur knapp durch die Bewölkung schien. Nun ging das Rätselraten mit der Belichtung los, je nach Bewölkungsgrad. Mit Filter, ohne Filer, mit Konverter, ohne... usw. Das Ganze artete in Stress aus und ging bis zum Maximum so weiter. Ab dem Maximum klarte es dann auf, so dass generell das Tele mit Konverter und Filter zum Einsatz kam und dann auch der Coronado. Hier kommt jetzt eine Collage des Gesamtverlaufes:

Zu guter letzt kommt hier noch ein kurzes Video zur Finsternis.