Berichte und Fotos zumeist in Celle und Umgebung aufgenommen.

Die partielle Sonnenfinsternis vom 20.3.2015

aufgenommen in Celle

Nein, diesmal war es nicht das Übliche mit Zittern, Wolken etc. Es stand eine hochprozentig partielle Sonnenfinsternis an, und das Wetter war nahezu perfekt in Celle.

Dabei hatte es die ganze Woche noch geheißen, dass das Wetter im Nordwesten mies würde und allenfalls in Süddeutschland etwas zu sehen sei. Dort war aber der Bedeckungsgrad deutlich geringer. Aber es kam anders. Die Nacht vor der Finsternis war schon sehr klar und so ging es am Finsternistag weiter. Aber trotzdem hatte ich das Auto mit der Mobilausrüstung bereit. Denn von Westen näherte sich langsam eine Hochnebelfront. Man sollte also schnell ausweichen können. Die Front löste sich aber in zwischen Bremen und Celle auf, weswegen der Notfallplan nicht nötig wurde.

Die Sonnenfinsternis war auf den Färöer-Inseln und auf Spitzbergen total, wobei es auf den Färöern bewölkt war, auf Spitzbergen (Svalbard) hingegen herrschte Superwetter. In Celle erreichte die Finsternis noch eine Größe von 81,47% und einen Bedeckunsgrad von 77,67%. Sie begann um 09:35:19 Uhr mit einer Sonnenhöhe von 26°. Das Maximum war gegen 10:43:27 Uhr erreicht (Sonnenhöhe 32,9°) und das Ende 11:54:31 Uhr (Sonnenhöhe 36,8°).

Fotografiert wurde das Ereignis von mir einerseits mit dem Coronado PST auf der EQ6 Montierung und der Astrolumina QHY-5II Kamera (siehe Wetterfoto). Außerdem wurde noch der Pentax 75/500 SDHF mit Sonnenfilterfolie benutzt der auf einen Meade LX10 und dessen Montierung geschraubt war. Dort wurde mit der Canon EOS 7D am 21mm Baader Hyperion Okular automatisch jede Minute ein Bild aufgenommen.

Ich begann gegen 8 Uhr mit dem Aufbau der Ausrüstung, aber durch mehrere Veränderungen und Modifizierungen war ich erst 10 Minuten vorm Beginn der Finsternis fertig. Der Pentax nahm Fotos von 9:25 Uhr bis 12 Uhr auf, die Ergebisse sind hier als Film zusammengefasst. Die Belichtungszeit pro Bild war 1/640 Sekunde, die Empfindlichkeit 200 ISO.

Während der Beobachtung der Finsternis war es augenfällig, dass es ab ca. 10:20 Uhr deutlich düsterer wurde. Musste ich mir anfangs noch eine Decke über den Kopf ziehen, um auf dem Monitor noch etwas zu erkennen, brauchte ich das nun nicht mehr. Auch wurde es ums Maximum herum deutlich kälter, im Schatten um 2,3°C. Da ich in der Sonne saß, war der Unterschied noch gravierender. Ich musste sogar die dicke Jacke wieder anziehen, die ich zuvor schon abgelegt hatte. Außerdem gab es zum Maximum deutlich weniger Vogelgeschrei als zuvor und danach. Gegen 11:20 Uhr war es wieder so warm, dass ich in der Sonne die Jacke wieder ablegen konnte. Hier kommt nun ein Bild von der maximalen Bedeckung, aufgenommen mit dem Coronado PST um 10:43:33 Uhr.

Der folgende Film zeigt die Aufnahmen mit dem Coronado PST. Hierzu wurden im Abstand von zwei bis drei Minuten kurze Videosequenzen aufgenommen und diese zu einzelnen Bilder aufgearbeitet. Die Belichtungen begannen 9:32 Uhr und endeten um 11:56 Uhr.

Während der Belichtungen flog gegen 10:14 Uhr ein Hubschrauber durchs Bild. Die zwei interessanten Aufnahmen folgen nun.

Interessant ist auch der Helligkeitsverlauf während der Finsternis, hier in einem Bild dargestellt.

Am Schluss des Berichts kann man nun eine Collage mit interessanten Momenten der Sonnenfinsternis sehen.